Das neue Verpackungsgesetz ist in Kraft getreten

Das neue Verpackungsgesetz ist in Kraft getreten


Weniger Verpackungen – mehr Transparenz und Recycling

Seit dem 1. Januar gelten für die Verpackungsentsorgung in Deutschland weitreichende neue Regeln. So müssen deutlich mehr Verpackungen recycelt werden. Neue Standards legen fest, inwieweit eine Verpackung tatsächlich recyclingfähig ist. Zudem wird sichergestellt, dass alle Unternehmen, die Verpackungen einsetzen, auch für deren Sammlung und Recycling bezahlen. Die Grundlagen dafür schafft das neue Verpackungsgesetz. Ein wesentliches Element des Gesetzes ist die neue Zentrale Stelle mit dem Verpackungsregister LUCID. Es macht für jede Bürgerin und jeden Bürger transparent, inwieweit die Hersteller ihrer Produktverantwortung nachkommen.

Seit 1993 gilt in Deutschland die Produktverantwortung für Verpackungen. Das bedeutet, dass diejenigen, die Verpackungen mit Ware befüllen oder nach Deutschland einführen, gleichzeitig die Entsorgung finanzieren müssen. Für Verpackungen, die bei privaten Verbrauchern anfallen, geschieht das über Lizenzentgelte an die sogenannten dualen Systeme, die wiederum das Recycling organisieren. Zahlreiche Unternehmen sind dieser Pflicht nicht gefolgt. Dadurch fehlte auch der finanzielle Anreiz, auf überflüssige Verpackungen zu verzichten.

Bundesumweltministerin Svenja Schulze: „Wir wollen, dass die Wirtschaft umfassend darüber nachdenkt, welche Verpackungen wirklich notwendig sind und welche Materialien umweltschonend zum Einsatz kommen. Das funktioniert besonders gut, wenn umweltschädliches Verhalten teurer und umweltfreundliches Verhalten belohnt wird. Da setzt das Verpackungsgesetz an. Weniger Verpackungen, diese aber besser recycelbar – das ist das Ziel.“

Eine große Neuerung des Verpackungsgesetzes ist die Stiftung „Zentrale Stelle Verpackungsregister“. Sie ist seit Jahresanfang als Behörde tätig und soll Transparenz und Kontrolle beim Einsatz und der Entsorgung von Verpackungen verbessern. Svenja Schulze: „Wer seinen Müll umweltbewusst trennt, muss sich auch sicher sein können, dass die Verpackungen tatsächlich recycelt werden. Nur so schafft man Vertrauen in unser Recyclingsystem. Dafür leistet die Zentrale Stelle einen großen Beitrag.“

Das Verpackungsregister funktioniert im Kern so: Alle Unternehmen, die eine Verpackung nutzen und diese befüllen, müssen sich dort anmelden, ihr Unternehmensname und ihre Markennamen werden dann veröffentlicht. Außerdem müssen sie die Menge an Verpackungen melden, die sie befüllen und verkaufen bzw. in den Handel bringen, welche dann im privaten Haushalt als Abfall anfallen. Die Zentrale Stelle gleicht diese Angaben dann mit den Angaben der dualen Systeme zu den recycelten Verpackungsmengen ab. Damit wird öffentlich nachvollziehbar, welche Unternehmen ihrer Produktverantwortung finanziell nachkommen und dafür sorgen, dass die angestrebten Recyclingquoten erreicht werden können.

„Wir haben das Register bereits im August 2018 auf privatrechtlicher Basis gestartet, weil wir wussten, dass es eine Vielzahl an Trittbrettfahrern gibt. Die hohe Anzahl an Anfragen von Erstinverkehrbringern, die nicht wissen, was Produktverantwortung ist, hat uns bestätigt, wie notwendig diese Maßnahme und auch das Verpackungsgesetz sind“, berichtet Gunda Rachut, Vorstand der Stiftung „Zentrale Stelle Verpackungsregister“, zu den ersten Umsetzungsschritten der Stiftung. Bis heute haben sich 130.000 Unternehmen im Verpackungsregister LUCID registriert. „Damit sind 70.000 Unternehmen mehr registriert als dies bisher bei den dualen Systemen der Fall war. Das ist ein guter Start“, sagt Gunda Rachut.

Gleichzeitig hat das Verpackungsregister neue Standards erarbeitet. Dazu gehören ein „Katalog systembeteiligungspflichtiger Verpackungen“ und eine „Orientierungshilfe zur Bemessung der Recyclingfähigkeit einer Verpackung“, die den dualen Systemen hilft, ökologische Aspekte bei der Berechnung der Lizenzentgelte zu berücksichtigen. Gunda Rachut: „Die Standards sichern ein hohes Niveau vom Design der Verpackung bis hin zum Recycling. Gleichzeitig liefern sie einen verlässlichen Rechtsrahmen für die Verpflichteten, die nun sehr viel einfacher ihre Pflichten ermitteln können. Nur so erreichen wir die Ziele des Verpackungsgesetzes, mit einer Mischung aus Transparenz, niveauvollen Standards und einer effizienten Kontrolle.“

 

Mehr Infos gibt’s hier…


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HYDROPHIL – schöne Dinge mit schönen Dingen erreichen

HYDROPHIL – schöne Dinge mit schönen Dingen erreichen

Story

Ahoi Hoi! Wir sind Christoph, Sebastian und Wanja, drei Freunde aus der Hansestadt Hamburg und die Gründer von HYDROPHIL, Deiner Marke für innovative nachhaltige Hygieneprodukte.

An dieser Stelle wollen wir ein wenig darüber erzählen wie und warum wir HYDROPHIL gegründet haben und wie daraus unsere wasserneutralen, veganen & fairen Produkte entstanden. Die Idee zu HYDROPHIL wurde während einer Fahrradtour durch Hamburg geboren und aus unserem Blog zum Thema Wasser. Klingt vielleicht erstmal komisch, ist aber so. Aber der Reihe nach…

Mitte 2012 riefen wir unseren kleinen Blog auf hydrophil.com ins Leben, der sich auch heute noch den unterschiedlichsten Facetten des Themas Wasser widmet. Warum Wasser? Neben der Luft zum Atmen ist Wasser die wichtigste Ressource für Pflanzen, Tiere und für uns Menschen. Ohne Wasser gäbe es kein Leben! In unserem Blog behandeln wir deshalb die unterschiedlichsten Aspekte rund um das kühle Nass: nachhaltiger Umgang mit Wasser, Konflikte um die Ressource Wasser, Leitungswasser… und so weiter und so weiter.

An einem Spätsommertag im Jahr 2013 streiften wir also auf oben genannter Fahrradtour durch Hamburg einmal mehr das Thema Wasserknappheit. Keine Seltenheit, da unsere Freundschaft durch unser gemeinsames Engagement für die Hilfsorganisation Viva con Agua de Sankt Pauli e.V. entstanden ist. So entwickelte sich eine Diskussion um die Frage, ob es nicht auch möglich sei, Produkte herzustellen, die nicht nur fair gehandelt, nachhaltig und vegan sind, sondern darüber hinaus mit Blick auf die zunehmende Problematik rund um unser Lieblingsthema, auch noch wasserneutral produziert werden.

Da wir uns ohnehin durchgehend mit dem faszinierenden Thema Wasser beschäftigten und in unserem Blog darüber schrieben, wollten wir einen Feldversuch starten und versuchen ein Produkt zu entwickeln, das in seiner Herstellung so wenig wie möglich Wasser verbraucht und verunreinigt.

Daraus wurde eine Idee und aus der Idee wurde unsere heutige Marke HYDROPHIL. Nachdem wir im September 2013 in einem Probelauf erstmal unser erstes T-Shirt herausgebracht hatten (das by the way nach wie vor hier bestellt werden kann), war das Feedback so unglaublich positiv, dass wir uns entschieden haben, das Shirt noch einmal neu auszulegen.

Seitdem ist viel passiert. Unser Sortiment an wasserneutralen, veganen & fairen Produkten ist stetig gewachsen und inzwischen können wir mit ein bisschen Stolz sagen, dass wir Marktführer im Bereich nachhaltiger Zahnhygiene mit Zahnbürsten aus Bambus sind. Wir freuen uns sehr darauf gemeinsam die Welt von morgen noch ein bisschen schöner und grüner werden zu lassen.

 

Mission

Ein Blick auf unsere Weltkugel lässt vermuten, dass es sich bei Wasser um ein unendliches Gut handelt: Immerhin zwei Drittel unserer Erde sind mit Wasser bedeckt. Davon sind jedoch lediglich 3% Süßwasser und damit trinkbar. Die Ressource Wasser ist also stark begrenzt. Die Folgen dieser Ressourcenknappheit sind so fatal wie unglaublich: Ganze 2,1 Milliarden unserer Mitmenschen haben weltweit keinen Zugang zu sauberem Trinkwasser. Fakten wie diese veranlassten uns dem Thema Wasserknappheit gesonderte Aufmerksamkeit zu schenken.

HYDROPHIL erschafft neu gedachte und nachhaltige Hygieneprodukte. Produkte, die dazu dienen sollen, den Blick für die Themen Nachhaltigkeit und Ressourcenknappheit zu weiten. Wir wollen schöne Dinge mit schönen Dingen erreichen. Unsere gemeinsame Vision dabei: die Produktion eines nachhaltigen Vollsortiments fürs Badezimmer – wasserneutral, vegan & fair.

Im Klartext heißt das: wir verwenden ausschließlich natürliche Rohstoffe, die das Grund- und Trinkwasser nicht gefährden und ohne künstliche Bewässerung auskommen. So können wir den Wasserkonsum deutlich senken und in das Bewusstsein der Menschen holen. Um unsere Welt positiv zu beeinflussen, enthalten unsere Produkte weder tierische Erzeugnisse, noch werden sie an Tieren getestet. Außerdem vertreten wir den Standpunkt, dass faire Arbeit eine faire Entlohnung verdient. Wir behalten unsere Wertschöpfungskette dabei bis ins kleinste Detail persönlich im Blick und tragen dafür Sorge, dass unsere Produkte fair produziert werden. Unsere Mission dabei: Wir wollen versuchen Euch im Alltag mit unseren Produkten für einen nachhaltigeren Konsum zu sensibilisieren.

Neben unseren HYDROPHIL Artikeln aus dem W.A.S.H.-Segment (Water, Sanitation & Hygiene) arbeiten wir stets an neuen Produkten die unseren hohen Ansprüchen entsprechen, und so findet ihr in unserem Shop natürlich noch weitere feine Dinge. Ganz getreu unserem Motto: Jeden Tag ein bisschen besser machen.

 

Übrigens: 10% unserer Gewinne spenden wir an den gemeinnützigen Verein Viva con Agua de Sankt Pauli e.V., der sich für den Zugang zu sauberem Trinkwasser für Menschen in Ländern des globalen Südens engagiert.

Viva con Agua fördert zahlreiche Wasserprojekte im In- und Ausland und setzt sich für den Zugang zu sauberem Trinkwasser, Sanitär- und Hygieneversorgungen ein. Mit Deinem Kauf unterstützt Du diese Projekte ebenfalls und hilfst damit Menschen in Not.


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Future Fashion –

Future Fashion –

                                                                                                                                                                      Bild: Future Fashion

Future Fashion ist die neue Bewegung für nachhaltige Textilien und bewusstes Konsumverhalten in Baden-Württemberg. Slow Fashion erobert mehr und mehr den Mainstream, zahlreiche Eco und Fair Fashion Labels erreichen eine stetig wachsende Anhängerschaft. Das ist auch gut so, denn soziale und ökologische Missstände in der Wertschöpfungskette bis hin zu Katastrophen in Textilproduktionsstätten weltweit sind alarmierend. Die skandalösen Nachrichten rütteln uns auf, etwas zu verändern. Modemachende sind noch stärker aufgefordert sozial- und umweltgerecht zu produzieren, Modeliebhabende sollten versuchen nachhaltig zu konsumieren. Wie das geht und was du tun kannst, zeigt dir Future Fashion!

 

 

 

Im Kalender vormerken: 25. – 28. April 2019

Bild: Future Fashion

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Bildquelle: Future Fashion

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dieses Future Fashion Video ist zwar von letztem Jahr, die Aktion ist aber auch dieses Jahr wieder aktuell!

RENN – Regionale Netzstellen für Nachhaltigkeitsstrategien

RENN – Regionale Netzstellen für Nachhaltigkeitsstrategien

Wer kann sich bewerben?

Bewerben kann sich jeder: Ob zivilgesellschaftliche Organisationen, Initiativen der sozialen Innovation, Privatpersonen, Kommunen, öffentliche Einrichtungen (Schulen, Universitäten, Bibliotheken etc.), Unternehmen, Startups oder Kooperationen derselben. Voraussetzung ist, dass sich das Projekt bereits in der Umsetzung befindet. Eingeschlossen sind ausdrücklich auch Projekte, die bereits in vorherigen Runden das Qualitätslabel „Werkstatt N“ erhalten haben. Entscheidend ist dann die Darstellung eines Fortschritts im Projekt. Kommerzielle Produkte und Dienstleistungen können als Projekte eingereicht werden, wenn sie durch eine neuartige Idee eine Lösung für ein Problem der Nachhaltigkeit anbieten oder dem Bereich Social Business zuzuordnen sind. Bewerben können sich Initiativen und Projekte weltweit. Bewerbungs- und Wettbewerbssprache ist Deutsch.

 

Wie funktioniert eine Einreichung?

TeilnehmerInnen können sich über diesen Link registrieren und ihr Projekt anschließend über das Anmeldeformular eintragen. Zusätzliches Material (z.B. Bilder und Videos) kann ebenfalls hochgeladen werden. Die TeilnehmerInnen erhalten eine Rückmeldung über den Eingang ihrer Einreichung. Wir informieren die TeilnehmerInnen per E-Mail, ob ihr Projekt ausgezeichnet wurde.

 

Bewerbungsschluss für „Projekt Nachhaltigkeit 2019“ ist am 28. Februar 2019. Wir freuen uns auf innovative Projekte und Initiativen, die sich für eine nachhaltige Entwicklung engagieren. 

Jetzt Projekt einreichen!

Alle Infos findet ihr hier …

 

 

RENN

Wir sind die vier RENN (Regionale Netzstellen Nachhaltigkeitsstrategien) – RENN.nord, RENN.mitte, RENN.süd und RENN.west –, eine regional organisierte Informations- und Aktions-Plattform für nachhaltige Entwicklung. Zentrale Bezugspunkte unseres Engagements sind die 2015 von der Staatengemeinschaft verabschiedete Agenda 2030 mit ihren 17 Zielen (Sustainable Development Goals, kurz SDGs) sowie die Nachhaltigkeitsstrategien auf Bundes- und Landesebene. Seit Ende 2016 arbeiten wir daran, dass Nachhaltigkeitsaktivitäten besser miteinander vernetzt und ausgebaut werden.

In diesem Jahr wird der Preis „Projekt Nachhaltigkeit“ (zuvor „Werkstatt N“) erstmalig von uns verliehen. Der  Initiator des Preises, RNE (Rat für Nachhaltige Entwicklung), wird Kooperationspartner, wirkt weiter in der Jury mit und wird die Auszeichnung mit seiner Expertise unterstützen.

 

 

RNE

Der Rat für Nachhaltige Entwicklung (RNE) wurde im April 2001 von der Bundesregierung berufen.
Ihm gehören 15 Personen des öffentlichen Lebens an.

Die Aufgaben des Rates sind:

–    die Entwicklung von Beiträgen für die Umsetzung der Deutschen Nachhaltigkeitsstrategie,

–    die Benennung von konkreten Handlungsfeldern und Projekten

–    sowie Nachhaltigkeit zu einem wichtigen öffentlichen Anliegen zu machen.

So hat der Rat für Nachhaltige Entwicklung (RNE) zum Beispiel die Deutschen Aktionstage Nachhaltigkeit (DAN) anlässlich der Weltkonferenz der Vereinten Nationen über nachhaltige Entwicklung (Rio+20) im Jahr 2012 ins Leben gerufen. Die Deutschen Aktionstage (DAN) appellieren an alle Privatpersonen und gesellschaftlichen Akteure, sich mit Veranstaltungen und Projektideen zu den 17 globalen Nachhaltigkeitszielen (Sustainable Development Goals, kurz: SDGs) zu beteiligen und so die Umsetzung der universellen und transformativen Ziele der Agenda 2030 in unserer Gesellschaft voranzubringen. 

Mehr Informationen über den Rat für Nachhaltige Entwicklung (RNE) finden Sie auf der Website www.nachhaltigkeitsrat.de.

 

 

Projekt Nachhaltig­keit

 

QUALITÄTSSIEGEL

Unter dem Titel „Projekt Nachhaltigkeit“ (zuvor „Werkstatt N“) hat der Rat für Nachhaltige Entwicklung (RNE) bis 2017 Initiativen und Projekte ausgezeichnet, die sich für eine nachhaltige Entwicklung in der gesamten Breite der Gesellschaft einsetzen. Damit hat er ein Qualitätssiegel etabliert, das Projekte und Initiativen für eine nachhaltige Entwicklung in seiner Vielfalt öffentlich sichtbar macht und auszeichnet. Seit 2018 setzen die vier RENN diese Aufgabe fort, mit dem RNE als starken Kooperationspartner an ihrer Seite. Die Preisträger aus dem Jahr 2018 finden Sie hier.

JÄHRLICHE SCHWERPUNKTTHEMEN

Neu sind seit 2018 die jährlichen Schwerpunktthemen des Preises. Sie greifen zentrale gesellschaftliche Herausforderungen auf, die auch in der inhaltlichen Arbeit der RENN aktuell eine besondere Rolle spielen. Mit dem Qualitätssiegel „Projekt Nachhaltigkeit“ sollen deshalb in jedem Jahr Projekte ausgezeichnet werden, die innovative Lösungsansätze zu diesen Schwerpunktthemen bieten. Weiterhin sind aber auch Bewerbungen möglich, die alle Themenfelder einer nachhaltigen Entwicklung betreffen. 

STARK IN DER REGION

Seit 2018 wird der „Projekt Nachhaltigkeit“ Wettbewerb durch die vier RENN in Kooperation mit dem RNE durchgeführt und damit stärker in die Regionen getragen. Denn als bundesweites Netzwerk von 20 Nachhaltigkeitsakteuren fördert RENN die lokale und länderübergreifende Vernetzung diverser Akteure zu Fragen einer nachhaltigen Entwicklung. Zu den jährlichen Themenschwerpunkten möchten die vier RENN nach der Auszeichnung in einen vertieften Austausch mit den Preisträgern gehen. Ziel ist es, die Themen in den Regionen stärker bekannt zu machen, zu verankern und über Vernetzung und weitere Angebote zu stärken. 

DER MEHRWERT DES QUALITÄTSSIEGELS

Die Auszeichnung „Projekt Nachhaltigkeit“ ist ein etabliertes Qualitätssiegel, welches bundesweite Bekanntheit erlangt hat. Es steht für innovatives und wirksames Engagement für eine nachhaltige Entwicklung. Es ermöglicht den Zugang zu einem attraktiven, regionalen und bundesweiten Netzwerk, verstärkte öffentliche Aufmerksamkeit sowie die Chance, den öffentlichen Diskurs zu prägen und Unterstützer zu gewinnen. So erhalten die Preisträger beispielsweise eine exklusive Einladung zu den bundesweiten RENN.tagen.  Darüber hinaus winkt den Preisträgern ein Preisgeld von insgesamt 40.000 €. Alle ausgezeichneten Projekte werden mit 1.000 € bedacht. Die Preisträger können das Signet „Projekt Nachhaltigkeit“ nutzen, um ihren Erfolg zu kommunizieren. Vier Projekte (ein Projekt pro RENN), die besonders viel bewegen und einen transformativen Charakter aufweisen, werden außerdem als Transformationsprojekt auf Bundesebene ausgezeichnet.

 


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Sabab Lou – Hilfe zur Selbsthilfe

Sabab Lou – Hilfe zur Selbsthilfe

Hier stellen wir euch ein Hilfsprojekt zur Selbsthilfe vor:
Sabab Lou – eine Stiftung, die 2009 von Dr. Friedrich Keller-Bauer in der Nähe von Stuttgart
gegründet wurde. Ziel dieser Help Alliance ist es, nachhaltig und umweltbewusst Hilfe zur Selbsthilfe
zu leisten, um dauerhaft Menschen zu helfen, selber Landwirtschaft zu betreiben und sich ein
Leben in Unabhängigkeit aufzubauen.
Hier einige Auszüge aus der original Website, www.sabab-lou.de

 

 

ENTWICKLUNGSARBEIT

Entwicklungsarbeit bedeutet für uns nicht einfach Geld geben. Nur Geld hilft nicht dauerhaft oder nachhaltig. Im Gegenteil, damit erzeugt man Abhängigkeiten. Unser Verständnis von Entwicklungsarbeit basiert auf drei Grundsätzen, nämlich

erstens, unternehmerisch handeln
Wir fördern unternehmerische Projekte, insbesondere Mikrokreditprojekte und landwirtschaftliche Projekte wie die Produktion von Gemüse oder Sojabohnen und Reis. Wir implementieren Projekte, mit denen die Beteiligten einen Geschäftsbetrieb aufbauen und ihren Lebensunterhalt verdienen können. Hilfe zur Selbsthilfe, darum geht es uns. Geld geben wir nur, wenn die Begünstigten willens sind, etwas daraus zu machen und eine unternehmerische Idee zu realisieren.

zweitens, Projektpartner begleiten
Wir begleiten die Projektpartner beim Aufbau ihrer Unternehmungen. Wir planen und implementieren mit ihnen zusammen die Projekte und überwachen und evaluieren sie im weiteren Verlauf. Wir bleiben solange dabei, bis die Projektpartner es alleine schaffen, das heißt, bis die Projekte sich selber tragen. In all unseren Projekten haben wir hierfür lokale Organisationen eingerichtet, und diese bleiben bis zum Abschluss der Implementierung am Geschehen dran, sie betreuen, bilden aus, fördern und natürlich fordern sie auch.

drittens, nachhaltig handeln
Wir zielen darauf ab, dass unsere Partner ihr Business alleine betreiben können. Das heißt, dass sie genügend Ersparnisse bilden, um zum einen ihren Lebensunterhalt zu sichern und zum anderen die Betriebsbereitschaft zu gewährleisten. Darüber hinaus achten wir auf Nachhaltigkeit, indem wir natürliche Ressourcen schonend einsetzen. So arbeiten wir vorwiegend mit erneuerbaren Energien. Die Pump- und Bewässerungsanlagen in unseren Projekten betreiben wir solar. Und wir setzen auf Methoden und Maßnahmen einer nachhaltigen Landwirtschaft.

 


 

 

Stiftung

Mit der Stiftung Sabab Lou leisten wir ENTWICKLUNGSARBEIT gemäß unserem Leitsatz „zusammen Arbeit schaffen“. Das Prinzip dabei: Hilfe zur Selbsthilfe. Mit unternehmerischen Projekten ermöglichen wir extrem armen Menschen, Einkommen zu erwirtschaften und sich selbst aus Armut und Elend zu befreien.

Die rechtsfähige Stiftung bürgerlichen Rechts wurde am 17. März 2009 durch das Stiftungsgeschäft von Dr. Friedrich Keller-Bauer errichtet. „Sie verfolgt ausschließlich und unmittelbar mildtätige und gemeinnützige Zwecke“, so die SATZUNG der Stiftung. Über die Arbeit der Stiftung geben wir regelmäßig Auskunft, und zwar in einem handelsrechtlichen JAHRESABSCHLUSS  gemäß den Bestimmungen für Kapitalgesellschaften sowie in einem ausführlicheren JAHRESBERICHT.

In den zurückliegenden acht Jahren wurden drei PROJEKTE in Subsahara-Afrika implementiert, zwei größere landwirtschaftliche Projekte und ein klassisches Mikrokreditprojekt. Bei allen drei Projekten ist die Reifephase erreicht; bei zwei davon liegt die Verantwortung inzwischen bei den örtlichen Partnern. Dabei durften wir viele Erfahrungen sammeln. Wir wissen, was zu tun ist, um Projekte zum Erfolg zu führen. Mit dieser Expertise starten wir ab 2019 ein viertes Projekt, das Gambische Jugendprojekt – ein Arbeits- und Ausbildungsprogramm für arbeitslose Jugendliche.

Die enge Begleitung während der Implementierung gehört für uns ebenso dazu wie die Evaluierung der Projektergebnisse und der Stiftungsergebnisse; ausführlich dazu im Jahresbericht. Nicht zu vergessen das Check and Balance bei den Partnerorganisationen und den Gremien der Stiftung. Zum Beispiel verlangen wir auditierte Jahresabschlüsse der afrikanischen NGOs. Der Vorstand der Stiftung ist seit 2015 dreiköpfig; neben dem Vorstandsvorsitzenden Friedrich Keller-Bauer kümmert sich Martina Herzog um die Finanzen, und Peter Beutelspacher verantwortet die Kommunikation. Das Aufsichtsorgan der Stiftung, der Stiftungsrat, ist mit weitreichenden Kompetenzen ausgestattet. Besetzt ist er derzeit mit Achim von Heynitz als Vorsitzendem sowie mit Klaus Fischer und Dr. Steffen Schniepp. Mehr zu uns unter TEAM.

 

Freudiges Wiedersehen. Edith Lanfer, Mitglied der Stiftung Sabab Lou, zu Besuch in Ghana


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alle Bilder sind Eigentum der Sabab Lou Stiftung – www.sabab-lou.de


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Silbernetz – ein Netzwerk gegen Einsamkeit im Alter

Silbernetz – ein Netzwerk gegen Einsamkeit im Alter

Silbernetz ist das einzige Angebot seiner Art in Deutschland. Es ist Verbindung direkt zu Hause. Silbernetz bahnt vereinsamten älteren Menschen einen Weg aus der Isolation – zunächst jedoch nur Anrufer_innen aus Berlin:

 

  • Mit dem Gespräch unter der Rufnummer 0800 4 70 80 90 – vertraulich, rund um die Uhr, kostenfrei.
  • Mit den Silbernetz-Freund_innen, die regelmäßig zu einer festen Zeit anrufen und erste Schritte aus der Isolation begleiten.
  • Indem wir die strukturelle Lücke zwischen speziellen Angeboten in den Kiezen und ihrer Zielgruppe, den älteren Menschen, schließen.
  •  

Lesen Sie alles zu diesem Projekt hier…

 

Der Anstoß

 

Ein einsamer Tod

Alles fing damit an, dass Elke Schilling, Silbernetz- Gründerin, vor einigen Jahren den einsamen Tod ihres Nachbarn erst bemerkte, als es lange zu spät war. Dass der Mann nie Besuch hatte, war ihr aufgefallen. Er hatte Kinder, aber die besuchten ihn nicht mehr. Man sprach hin und wieder auf der Treppe, doch Kontakt- und Hilfsangebote lehnte der Nachbar ab. Eines Tages dann, als die Flyer eines Lieferservice schon wochenlang am Türknauf gehangen hatten, gab es weitere Zeichen, dass etwas nicht stimmte. Da alarmierte sie Polizei und Vermieter. 
 

Ein erdachtes Netzwerk

Etwa zur gleichen Zeit las Elke Schilling den Krimi Acid Row von Minette Walters aus dem Jahr 2001. Darin wurde die Idee eines Altennetzwerks geschildert.
Es schien die Antwort auf Fragen zu liefern, die die ehrenamtliche Senior_innenvertreterin sich in ihrer Arbeit mit älteren Menschen in Berlin bereits oft gestellt hatte. Fragen, die nach dieser niederdrückenden Erfahrung an Dringlichkeit noch zunahmen:
 
Wie können wir das einsame Sterben verhindern und dazu beitragen, dass ältere, vereinsamte oder isoliert lebende Senior_innen Unterstützung, neue Kontakte und zurück ins Leben finden? Menschen, die niemanden mehr haben und über Wochen nur die Stimme aus dem Fernseher hören. Menschen, deren Lebenspartner_innen und Freunde verstorben, deren Kinder Erwachsene mit ihren eigenen Belastungen sind.
 

Ein reales Projekt

Elke Schilling fragte bei der englischen Psychothriller-Autorin an, ob ein Kontaktnetzwerk, wie es in der Story beschrieben war, tatsächlich existiere.
Minette Walters antwortete prompt: Zum Zeitpunkt des Entstehens dieses Buches sei das nicht der Fall gewesen, schrieb sie, aber inzwischen gebe es die britische Silver Line Helpline, die mit ihrem erdachten Altennetz im Roman nicht wenig gemeinsam habe.
Die Helpline startete im Jahr 2013 als Pilotprojekt in Manchester. Bereits 2014, im ersten Jahr der Aufnahme des landesweiten Betriebs in Großbritannien, erhielt die Silver Line die unglaubliche Zahl von 300.000 Anrufen unter der 0800 4 70 80 90, der Rufnummer ihres Hilfetelefons. Das übertraf die Erwartungen der Initiator_innen um ein Vielfaches. The Silver Line Helpline wurde zur Inspiration für Silbernetz.

 

Mehr zum Thema gibt’s hier auf der Website von Silbernetz…


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Foto: www.andreasfriese.de


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Einen weiteren Video-Bericht aus der ARD Mediathek gibt’s hier ….

 

YouTube Video eines Berichts vom Sender RBB: