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Nadine Schubert über ihren Blog und ihr Buch „Besser leben ohne Plastik“

Nadine Schubert über ihren Blog und ihr Buch „Besser leben ohne Plastik“

In diesen Tagen ist die 15. Auflage meines ersten Buches „Besser leben ohne Plastik“ bei mir eingetrudelt. Das erfüllt mich mit stolz und macht zufrieden. Denn es bedeutet schließlich auch, dass ich viele Menschen mit meinen Büchern erreiche und somit ein Umdenken in der Gesellschaft stattfindet. Angefangen hat alles mit einem Umdenken in meinem Kopf. Und das war gar nicht geplant.

Ich war schon immer ein Mensch, der zu seinen Entscheidungen steht. Der durchzieht, was er sich vorgenommen hat und der dabei diszipliniert ist. Selten wurden meine Entscheidungen angezweifelt. Nie wurde an mir gezweifelt oder daran, dass ich das schaffe, was ich da vorhabe. Und vielleicht wurde die Anti-Plastik-Bewegung deshalb so groß, weil ich zu dem stehe, was ich verbreite.

Im Frühjahr 2013 war ich schwanger mit unserem zweiten Kind. Inzwischen bin ich Mutter einer 6-jährigen Tochter und eines 15-jährigen Sohnes. Schon im Mutterschutz sah ich eine Reportage über Plastikmüll im Fernsehen. Verschmutze Meere, verdreckte Umwelt, sterbende Tiere und Weichmacher im Körper aus Lebensmittelverpackungen.

Schockierende Bilder

Die Bilder haben mich berührt und schockiert. Ich wollte nicht dafür verantwortlich sein, dass die Welt in Plastik ertrinkt. Ich wollte nicht daran schuld sein, dass Vögel, Fische, Delphine und Wale elendig an gefressenem Plastik verrecken müssen. Und ich wollte mir nicht vorwerfen müssen, meine Kinder mit in Plastik verpackten Lebensmitteln krank zu machen.

Noch am selben Tag fiel die Entscheidung: Familie Schubert lebt ab sofort plastikfrei. Ich habe meinem Mann davon erzählt. Er fragte mich, ob er da auch etwas tun müsse. „Ja! Du wirst nur noch Getränke in Glasflaschen kaufen“, war meine Antwort. Gesagt, getan. Am nächsten Tag begann das Leben ohne Plastik.

Aller Anfang war nicht schwer

Ganz ehrlich: Ich wusste sofort, was ich anders machen konnte. Schließlich gab es auch 2013 schon Joghurt und Milch in Pfandgläsern. Es gab Säfte in Glasflaschen und Ketchup musste man auch nicht in der Plastiktube kaufen. Es waren die kleinen Dinge beim Lebensmitteleinkauf, die ich geändert habe.

Ich bin auch sofort mit meinen Dosen an die Wurst- und Käsetheke. Von Anfang an hat mich niemand abgewiesen. Ich bekam meine Waren immer und überall in meine mitgebrachten Gefäße.

Und in der Obst- und Gemüseabteilung kaufte ich strikt nur noch, was ich unverpackt bekam.

Einige Dinge waren nicht so leicht. Ich musste meinen damals 8 Jahre alten Sohn davon überzeugen, nicht mehr so viele Cornflakes zu essen. Ohne Plastikverpackung gab es die nicht, also reduzierten wir. Damit war er einverstanden.

Nudeln gab es nur noch von Barilla (am Anfang fiel mir nichts besseres ein), Chips und Gummibärchen kaufte ich gar nicht mehr.

 

Lesen Sie weiter auf Nadine’s Blog und erfahren alle Einzelheiten…..

Gut für Geldbeutel und Umwelt – Recycling im großen Stil

Gut für Geldbeutel und Umwelt – Recycling im großen Stil

Von Stefanie Otto

Fotoquelle: Stefanie Otto

Rund 17.000 Geräte – unter anderem defekte Waschmaschinen und Elektroherde – werden allein bei Envie in Straßburg jedes Jahr vor der Verschrottung „gerettet“. (Stefanie Otto)

600.000 Tonnen Altgeräte werden pro Jahr in Frankreich eingesammelt. Etwa ein Drittel davon recycelt die Straßburger Firma Envie – mithilfe von Menschen, die sonst schwer einen Job finden. Die reparierten Geräte helfen Geringverdienern und der Umwelt.

Mit geübten Handgriffen hievt Arsen Mkatschian eine Waschmaschine von einer Sackkarre herunter und vor eine halbhohe Betonwand, aus der mehrere Anschlüsse ragen. Routiniert schließt der Mittvierziger mit Halbglatze Strom und Wasser an, stellt ein Waschprogramm ein und beobachtet die Vorgänge in der Maschine, die jetzt beginnt Wasser ins Innere zu pumpen.

„Ich suche den Fehler und behebe ihn“

In seinem Blaumann sieht er aus wie ein normaler Handwerker. Darüber trägt er eine leuchtend gelbe Weste mit der Aufschrift „Envie“ – was im Französischen so viel bedeutet wie „am Leben“ oder „Lust“.

„Ich repariere Waschmaschinen, und zwar diese hier, die Toploader. Ich hole sie aus dem Depot, suche den Fehler und behebe ihn. Oft ist das Lager kaputt. Das hab ich hier gewechselt. Manchmal ist es aber auch die Elektronik. Dann tauschen wir die komplett aus. Und wenn die Maschine wieder läuft, mache ich noch eine Grundreinigung.“

Auch Elektronik wie Computer, Fernseher und Handys werden bei Envie repariert oder recycelt. In den Bauteilen stecken wertvolle Rohstoffe wie Edelmetalle und Seltene Erden. (Stefanie Otto)

Wir – das sind er und seine sechs Kollegen, die bei Envie für die Reparatur von defekten Waschmaschinen und Geschirrspülern zuständig sind. In den Räumen nebenan vollzieht sich das Gleiche mit Kühlschränken, Elektroherden, Mikrowellen und kleineren Haushaltsgeräten. Auch Fernseher, Computer und Mobiltelefone werden hier wieder zum Laufen gebracht.

Die Chance auf einen persönlichen Neuanfang

Während bei Arsen die Waschmaschine vor sich hin rumpelt, reinigt er bereits eine andere. Dazu hantiert er abwechselnd mit Druckluft, Chemikalien und Putzlappen. Insgesamt vier Maschinen behandelt er gerade. Dabei unterhält er sich mit seinem Kollegen nebenan, der sich um die „Patienten“ mit Bullauge kümmert.

Etwa zwei Drittel der Envie-Belegschaft absolviert ein Wiedereingliederungsprogramm für Langzeitarbeitslose. (Stefanie Otto)

Arsen Mkatschian ist von Haus aus Geschichtslehrer. Zumindest war er das, bis er aus seinem Heimatland Armenien nach Frankreich kam. In der Werkstatt von Envie hat er nach langer Zeit wieder eine reguläre Arbeit gefunden, zumindest für zwei Jahre. Für ihn und viele andere hier ist die Arbeit mit den Altgeräten die Chance für einen persönlichen Neuanfang.

„Alles begann in den achtziger Jahren. Nach der Ölkrise waren viele Franzosen arbeitslos. Damals fingen die Menschen an, das französische sowie das europäische Wirtschaftssystem infrage zu stellen und nach einem sozialeren Weg der Beschäftigung zu suchen.“

Amaury Grenot ist Geschäftsführer bei „Envie Strasbourg“. Sein Büro liegt im ersten Stock der Werkshalle. Es ist schlicht eingerichtet: zwischen den Schreibtisch und einige Regale voller Aktenordner passt gerade noch ein Tisch für Besprechungen. Während alle paar Minuten eines seiner drei Telefone klingelt, erzählt der 39-Jährige von den Anfängen des Unternehmens.

Die Filiale im Stadtteil Koenigshoffen: das Recycling-Netzwerk begann einmal mit einer kleinen Werkstatt in Straßburg, heute betreibt Envie über 50 Filialen in ganz Frankreich. (Stefanie Otto)

Die Idee zu Envie entstand innerhalb der Emmausbewegung. Diese französische Initiative zur Armutsbekämpfung ist besonders durch ihre Sozialkaufhäuser bekannt geworden. Das Besondere daran: Arbeits- und Obdachlose sammeln und reparieren Sachspenden, die ihnen selbst zu Gute kommen. Durch die Einbeziehung erhalten sie eine sinnvolle Beschäftigung und so eine Möglichkeit zur Wiedereingliederung.

„Ganz konkret hat damals eine Gruppe von Straßburgern erkannt, dass es einen großen Bedarf an erschwinglichen Haushaltsgeräten gibt. Und so fingen sie an, Jobs für Arbeitslose zu schaffen, indem sie defekte Elektrogeräte reparierten. Es war also im Grunde eine soziale Aktion der Nächstenliebe. Doch das, was sie erschufen, war ihrer Zeit voraus. Denn es waren die Anfänge von Kreislaufwirtschaft und Umweltschutz.“

Unterstützung durch die Europäische Union

Mit einer kleinen Werkstatt und zehn Mitarbeitern fingen sie an. Heute arbeiten allein in Straßburg 180 Mitarbeiter. Das gemeinnützige Unternehmen hat mittlerweile 50 Ableger in ganz Frankreich. Da zur Reparatur oft Ersatzteile gebraucht werden, begann Envie in den neunziger Jahren damit, die Altgeräte systematisch einzusammeln. Was nicht mehr repariert werden konnte, zerlegten sie in seine Bestandteile und verkauften beispielsweise die Metalle. Im Jahr 2004 beflügelte eine Direktive der Europäischen Union diese Aktivitäten. Erstmals verpflichtete sie die Hersteller von Elektrogeräten dazu, sich auch um die Altgeräte zu kümmern, die bis dahin einfach auf der Deponie landeten. Außerdem gab das Gesetz vor, wie der Elektroschrott behandelt werden muss.

„Die Direktive der EU hat genau das gefordert, was wir schon von Anfang an tun. Die zuständigen Behörden in Frankreich sind dann auf uns zugekommen, um unsere Erfahrungen und unser Know-How zu nutzen. Doch obwohl die Wiederaufbereitung von Geräten empfohlen wird, sind wir bis heute einer von wenigen Akteuren, die Altgeräte auch wieder nutzbar machen.“

 

Mehrere Lkw-Ladungen voller Altgeräte werden täglich allein in der Straßburger Filiale sortiert. Sie kommen von Sammelstellen, Wertstoffhöfen und Herstellern oder direkt von Kunden. (Stefanie Otto)

Am anderen Ende der Werkshalle wird der Elektroschrott angeliefert. Mehrere Lkw-Ladungen täglich sind es hier am Standort Straßburg. Das Gelände liegt seit 30 Jahren in einem Wohngebiet des Stadtteils Koenigshoffen am westlichen Rand der Stadt. Ein Dutzend Männer ist gerade damit beschäftigt Kühlschränke auszuladen. Mit Sackkarren bringen sie die teils mannshohen Türme auf eine im Boden eingelassene Waage. Nach der Registrierung werden die Geräte nach ihrem Zustand sortiert. Dann wandern sie entweder in die Werkstatt zur Wiederaufbereitung, ins Lager für Ersatzteile oder endgültig auf den Schrott.

„Das Beste für die Umwelt ist, gar nicht zu konsumieren“

Die Philosophie, die Envie dabei verfolgt, macht Geschäftsführer Grenot an einem einfachen Beispiel klar.

„Im Sinne der Kreislaufwirtschaft ist es das Beste für die Umwelt, gar nicht zu konsumieren. Wenn ich in mein Büro keine Tür einbaue, verbrauche ich keine Tür und produziere also auch keine Abfälle, wenn die Tür irgendwann einmal abgenutzt oder defekt ist. Falls ich die alte Tür dann jedoch repariere oder aufarbeite, kann sie wieder als Tür genutzt werden. Wenn ich die Tür auf zwei Böcke stelle und einen Tisch daraus mache, ist das eine andere Art der Wiederverwendung. Wenn ich sie zerkleinere und Holzspäne daraus mache, dann ist das Recycling. Um Ressourcen zu schonen, ziehen wir bei Envie all diese Möglichkeiten in Betracht. Das Recycling ist nur der letzte Ausweg.“ 

Lesen sie den ganzen Artikel hier…

 

 

Felix Finkbeiner und Giselle Bündchen über ihre Umweltprojekte

Felix Finkbeiner und Giselle Bündchen über ihre Umweltprojekte

Felix Finkbeiner, der schon als Neunjähriger an seiner Grundschule ein Projekt zur Baumpflanzung ins Leben rief, spricht hier über die Anfänge seiner Bewegung „Plant for the Planet“. Giselle Bündchen, die damals an seiner Kampagne mitwirkte, spricht über ihre eigene Stiftung zur Rettung des Regenwaldes und stellt ihr Buch vor, dessen Erlös zu 100% dieser Stiftung zukommt.

Wir, von One World Family, durften Felix schon 2013 auf unserem großen Symposium der One World Family Days als Gastredner begrüßen und begleiten sein Wirken seither mit großem Interesse.

 

Hier Felix und Giselle für die Plant for the Planet Kampagne „Stop Talking! Start Planting!“. Der damals 11-Jährige Schüler konnte eine Vielzahl an prominenten Helfern für seine Idee begeistern und sie zur Teilnahme an dieser Aktion bewegen. Der heute 21-Jährige arbeitet als Doktorand an der ETH Zürich an verschiedenen Umweltprojekten mit.

Warum Fairtrade?

Warum Fairtrade?

von , Codecheck

Bio ist in aller Munde, aber was hat es eigentlich mit Fairtrade-Siegeln auf sich? Die Umsatzzahlen von fairen Produkten sind trotz steigender Tendenzen immer noch verschwindend gering. Wir finden: Das sollte sich ändern. Wir zeigen Dir, warum es sich lohnt, fair gehandelte Produkte zu kaufen.

 

Was ist Fairtrade? 

(Definiton lt. Fairtrade Deutschland)

Fairtrade verbindet Konsumentinnen und Konsumenten, Unternehmen und Produzentenorganisationen und verändert Handel(n) durch bessere Preise für Kleinbauernfamilien, sowie menschenwürdige Arbeitsbedingungen für Beschäftigte auf Plantagen in Entwicklungs- und Schwellenländern.

 

Wofür steht Fairtrade?

„Fair Trade“ meint „fair gehandelt“. Im Gegensatz zum konventionellen Handel werden bei Fairtrade-Produkten sowohl bei der Herstellung, als auch in den Handelsbeziehungen bestimmte Standards eingehalten. Dabei geht es vor allem um faire Bedingungen für die Arbeiter und Händler, Umweltschutz und transparente Handelsbeziehungen.

 

Wie viel „fair“ kaufen wir?

Die Kauf-Tendenz von Fairtrade-Produkten hat sich positiv entwickelt. Innerhalb der letzten fünf Jahre hat sich der Umsatz im fairen Handel mehr als verdoppelt.

Im Vergleich zum gesamten Handelsbereich ist der Fair-Anteil jedoch immer noch verschwindend gering. Gerade einmal 1,7 Milliarden Euro gaben die Deutschen 2017 für fair gehandelte Produkte aus.

Zum Vergleich: Die Gesamtausgaben für Lebensmittel betrugen knapp 350 Milliarden Euro. Davon macht allein der Bereich Zahnpflegeprodukte und Zahnpasta 1,9 Milliarden Euro aus.

 

 
 

99 Prozent des Handels sind „un-fair“

Das Wachstum im Fairtrade-Bereich dürfe „nicht darüber hinwegtäuschen, dass weiterhin geschätzte 99 Prozent des Handels nicht fair sind“, so Manuel Blendin, Geschäftsführer des „Forums Fairer Handel“.

2017 gaben die Deutschen pro Kopf im gesamten Jahr durchschnittlich gerade einmal 20,50 Euro für faire Lebensmittel und Handwerksprodukte aus. Im Vergleich dazu lassen wir uns in der Regel schon einen einzigen Einkauf im Supermarkt mehr kosten.

Wir finden, das sollte sich ändern und zeigen Dir deshalb fünf gute Gründe für Fair Trade.

 

 

5 Gründe für faire Produkte

1. Bessere Bedingungen für Arbeiter

Faire Produzenten versprechen, das Wohl ihrer Angestellten besonders im Blick zu haben. Sie verpflichten sich unter anderem:

  • Kooperativen in demokratischen Gemeinschaften zu organisieren.
  • Geregelte Arbeitsbedingungen der Angestellten zu garantieren.
  • Ausbeuterische Kinderarbeit und Diskriminierung zu verbieten.
  • Auf Plantagen die gewerkschaftliche Organisation zu fördern.

 

2. Gut für die Umwelt

Wenn wir Fairtrade-Produkte kaufen, tragen wir dabei auch etwas zum Umweltschutz bei. Denn Fairtrade-Siegel stehen auch für:

  • umweltschonenden Anbau
  • den Schutz natürlicher Ressourcen
  • das Verbot von gefährlichen Pestiziden und gentechnisch verändertem Saatgut
  • die Förderung von Bio-Anbau durch den Bio-Aufschlag

 

3. Vorteile für die Händler

Auch die Handelsunternehmen selbst profitieren von den Standards des Fairtrade-Siegels. Für sie werden besondere Handelsvorteile garantiert. Dazu gehört die Bezahlung von Mindestpreisen und Prämien. Auch eine Vorfinanzierung ist möglich.

 

4. Sicherheit beim Kauf

Transparente Handelsbeziehungen gehören zu den Forderungen des Fairtrade-Siegels. Unternehmen, die fair handeln, verpflichten sich, Nachweise über Waren- und Geldfluss zu erbringen. So kann der Kunde die Herkunft des Produktes genau nachvollziehen.

 

5. Besser als „nur“ Bio

Die steigende Nachfrage im Bio-Bereich führt zu großem Preisdruck, der die Betriebe enorm unter Druck setzt. Deswegen lohnt es sich beim Kauf eine Kombination von Bio- und Fairtrade-Standards.

Einige Fairtrade-Siegel haben auch die Existenzsicherung von Bio-Produzenten im Blick. Dies soll durch langfristige Partnerschaften und faire Produktpreise gewährleistet werden.

Ein Beispiel dafür ist die „Naturland-Fair“-Zertifizierung. Sie vereint ökologische Standards und fairen Handel in einem Siegel.

 

Aber: Fair ist nicht gleich fair…

…… hier geht’s zum ganzen Artikel

Bildquelle: codecheck.info

VIDEOS

So krempelte ein junges Paar alles um und gründete eine klimafreundliche Farm.

So krempelte ein junges Paar alles um und gründete eine klimafreundliche Farm.

Charis‘ and Matthew’s Lifestyle unterscheidet sich sehr von der einer Durchschnittsfamilie

Angefangen hat alles vor zehn Jahren: Damals arbeiteten Matthew und Chris Watkinson
als Tierärzte in der Nähe von Großbritanniens Riesenmetropole London. Sie arbeiteten nicht selten zwölf Stunden am Tag – wenn nicht ein Notfall ihren Dienst noch verlängerte.

Aus diesem Hamsterrad wollte das junge Paar aussteigen – und damit begann ein Abenteuer. Sie kauften ein Stück Land, das zunächst nur eine Rettungsinsel im stressigen Alltag war. Draußen sein, den Job hinter sich lassen, miteinander reden: Dafür war hier Platz. Aber würde der Platz sogar für ein autarkes, nachhaltiges Leben „off the grid“ reichen? Eine radikale Umstellung – doch die beiden wagten den Schritt.

Chris und Matthew müssen sich an die Regeln des „One Planet Development Scheme“ halten und ihr freies Leben mitten in der Natur durch das eigene Land finanzieren. Die beiden Tierärzte halten darum Hühner, Enten und Bienen, verkaufen Eier, Honig und Produkte aus Wachs. Zurück in ihr altes Leben wollen sie nie wieder: Sie fühlen sich mehr denn je verbunden mit ihrem Lebensraum und lieben ihre klimafreundliche Farm. In einem Haus, dass sie selber aus Resten und Abfall gebaut haben, wohnen sie mittlerweile mit ihren beiden Kinder Elsa und Billy und einer wackeligen Katze.

Wie die selbstgebaute Waschmaschine der Familie funktioniert und wie sie die Klo-Frage gelöst haben: im Video.

Hier geht’s zum Originalbeitrag….

 

 

Bildquelle: Robert Melen
Bildquelle: Matthew and Charis Watkinson
Stuttgart macht’s rein!

Stuttgart macht’s rein!

Sauberes Stuttgart

 

Liebe Stuttgarterinnen,
liebe Stuttgarter,

eine Stadt lebt vom Gemeinsinn ihrer Bürgerinnen und Bürger, von Menschen, denen die Sauberkeit der Straßen, Plätze und Grünanlagen nicht egal ist, und die deshalb leere Flaschen, Verpackungsmüll, Zigarettenkippen und sonstigen Abfall ordentlich entsorgen. Der achtlos weggeworfene Müll hat überhand genommen. Wir wollen, dass Stuttgart sauberer wird! Eine saubere Stadt führt zu mehr Lebensqualität und einem größeren Sicherheitsgefühl. Mehr Sauberkeit stärkt das Wohlbefinden aller und hat noch einen anderen Effekt: Wo weniger Müll rumliegt, werfen die Menschen auch weniger Müll hin, denn die Hemmungen sind dann größer. „Stuttgart macht’s rein – Weniger Müll. Mehr Stuttgart.“ Unter diesem Motto wirbt die Stadt ab sofort um Ihre Unterstützung. Aber damit nicht genug, die Stadt investiert dauerhaft zehn Millionen Euro mehr jährlich: für mehr Personal, neue Abfalleimer und Reinigungsfahrzeuge, kürzere Reinigungsintervalle, für mehr Sauberkeit. Machen Sie mit, damit Stuttgart sauberer wird und sich alle hier wohlfühlen: die Bürgerinnen und Bürger, die hier leben, aber auch die vielen Besucherinnen und Besucher aus dem In- und Ausland, die gerne in unsere Stadt kommen.

Ihr Fritz Kuhn
Oberbürgermeister

 

 

Stuttgart macht’s rein: Weniger Müll. Mehr Stuttgart.

Die Öffentlichkeitskampagne Stuttgart macht’s rein: Weniger Müll. Mehr Stuttgart. ist ein Baustein des Konzepts Sauberes Stuttgart, mit welchem die Stadtverwaltung den Kampf gegen die Vermüllung öffentlicher Plätze und Parks aufnimmt. Ein Element des Konzepts ist ein Mehrweg-Pfandsystem für Coffee-to-go-Becher, dessen Einführung die Landeshauptstadt unterstützt, um die große Zahl dieser Becher und den daraus entstehenden Müll einzudämmen. Die Firma reCup GmbH hat das wettbewerbliche Auswahlverfahren für ein Pfandsystem gewonnen und setzt dieses in Stuttgart um.

 

So funktioniert das Pfandsystem

Wer seinen Kaffee unterwegs trinken möchte, bestellt ihn im reCup-, statt im Einwegbecher. Dafür wird ein Euro Pfand hinterlegt. Das Pfand gibt es gegen den leeren Becher zurück – egal in welchem der deutschlandweit derzeit 3000 beteiligten Betriebe. Die Becher werden vor Ort gereinigt und anschließend direkt wieder im System eingesetzt.

Zahlreiche Cafés, Bäckereien, Gastronomen und andere Unternehmen bieten den Mehrweg-Pfandbecher bereits an. Die Zahl der teilnehmenden Betriebe wächst stetig. In Stuttgart sind die reCup-Mehrwegbecher hier erhältlich: www.recup.de

Zur besseren Wahrnehmung des Pfandsystems in der Öffentlichkeit gibt es den Pfandbecher in Stuttgart in einer eigenen Städte-Edition. Der Becher zeigt die Wahrzeichen der Stadt wie den Fernsehturm, die Stiftskirche oder das Mercedes-Benz- und Porsche-Museum.

 

Warum ein Mehrweg-Pfandsystem?

Nach einer aktuellen Studie des Umweltbundesamts verbrauchen die Menschen in Deutschland pro Jahr rund 2,8 Milliarden Einwegbecher für Heißgetränke – umgerechnet sind das zirka 320.000 Becher pro Stunde. Viele davon landen auf der Straße.

Die Einwegbecher bestehen überwiegend aus Papierfasern und sind auf der Innenseite mit Plastik beschichtet. Ein Recycling ist durch die Beschichtung fast unmöglich, was bei der Entsorgung zu einer enormen Ressourcenverschwendung führt.

 

Weitere Informationen für Anbieter von Coffee-to-go

Ihr Unternehmen möchte Einwegbecher durch Pfandbecher ersetzen? Dann wenden Sie sich gerne an www.recup.de oder an die

Landeshauptstadt Stuttgart
Abteilung Wirtschaftsförderung
Telefon +49 711 216-60708
E-Mail: wifoe@stuttgart.de

Stuttgart sagt dem Einwegbecher den Kampf an!

Nach einer aktuellen Studie des Umweltbundesamtes verbrauchen die Menschen in Deutschland pro Jahr etwa 2,8 Milliarden Einwegbecher für Heißgetränke. Viele davon landen auf der Straße. Um die große Zahl dieser Becher und den daraus entstehenden Müll einzudämmen, unterstützt die Landeshauptstadt die Einführung eines Pfandsystems für Mehrwegbecher. Nun ist der Pfandbecher für den Coffee-to-go in vielen teilnehmenden Stuttgarter Betrieben erhältlich.

Nachdem der Gemeinderat im Zuge des Konzepts „Sauberes Stuttgart“ Mittel für das Projekt bewilligt hatte, initiierte die städtische Abteilung Wirtschaftsförderung ein wettbewerbliches Auswahlverfahren, um nach einem Betreiber des Pfandsystems zu suchen. Eine Fachjury aus Vertretern von Bäckereien, Systemgastronomien, Forschung und Wissenschaft, Hochschulen und Studierendenwerk, der städtischen Abfallwirtschaft sowie relevanten städtischen Fachbereichen begleitete das Auswahlverfahren. Die Firma reCup GmbH überzeugte mit ihrem Konzept. Die RECUP-Becher aus vollständig recyclebarem Polypropylen werden von einem Unternehmen im Allgäu produziert.

So einfach geht’s zum Kaffee im Pfandbecher:

Wer seinen Kaffee unterwegs trinken möchte, bestellt ihn im RECUP-, statt im Einwegbecher. Dafür hinterlegt er oder sie einen Euro Pfand. Ist der Kaffee ausgetrunken, gibt’s den Euro gegen den leeren Becher zurück – egal in welchem der deutschlandweit derzeit 3.000 beteiligten Betriebe. Die Becher werden vor Ort gereinigt und anschließend direkt wieder im System eingesetzt.

Auch in Stuttgart bieten bereits viele Cafés, Bäckereien, Gastronomen und andere Unternehmen den Mehrweg-Pfandbecher an, weil sie Müll vermeiden möchten. Je mehr Unternehmen sich am Mehrwegsystem beteiligen, desto einfacher die Nutzung für die Kunden. Cafébesitzer, Kantinen oder Bäckereien können sich über die Website recup.de informieren, registrieren und sich dem System selbstständig anschließen.

Warum Mehrweg?

Laut der Deutschen Umwelthilfe e.V. (2015) und des Umweltbundesamtes (2019) werden alleine in Deutschland jährlich etwa 2,8 Milliarden Einwegbecher verbraucht – das sind 320.000 Becher pro Stunde. Diese bestehen überwiegend aus Papierfasern und sind auf der Innenseite mit Plastik beschichtet. Ein Recycling ist durch die Beschichtung fast unmöglich, was bei der Entsorgung zu einer enormen Ressourcenverschwendung führt: Alleine für die Papierherstellung der Einwegbecher werden so jährlich etwa 43.000 Bäume gefällt (Quelle: Deutsche Umwelthilfe e.V.).

Wenn schon Coffee-to-go, dann ab jetzt im Pfandbecher!

Hier geht’s zu allen Anbietern von Coffee-to-go im RECUP-Becher.

Weitere Informationen für Anbieter von Coffee-to-go:

Ihr Unternehmen möchte Einwegbecher durch Pfandbecher ersetzen? Dann wenden Sie sich gerne an recup.de oder an die

Landeshauptstadt Stuttgart

Abteilung Wirtschaftsförderung
Telefon 0711 216-60708

E-Mail: wifoe@stuttgart.de

Müllvermeidung
braucht Mitmacher.

Wie das geht? Die Abfallberatung hilft

Der beste Müll ist der, der gar nicht entsteht. Deshalb ist Prävention auch so wichtig. Aus diesem Grund informiert die Landeshauptstadt Stuttgart die Bürgerinnen und Bürger zum Thema und bietet unter anderem in Schulen, Kindergärten und Vereinen Abfallberatung an. Initiativen zur Müllvermeidung werden entwickelt und gefördert. Seit 20 Jahren organisiert der Förderverein Sicheres und Sauberes Stuttgart e.V. Kampagnen und unterstützt private und startet eigene Projekte, um den Abfall im öffentlichen Raum zu reduzieren. Er arbeitet dabei sehr eng mit der Stadt zusammen.

Beim Einwegbecher geht die Stadt ganz neue Wege. Ziel ist, die große Zahl der Einweg-Coffee-to-go-Becher einzudämmen. Sie wird dabei von dem privaten Dienstleister reCup GmbH unterstützt, der im Oktober 2019 mit einem auf Stuttgart zugeschnittenen Pfandsystem für Mehrwegbecher gestartet ist. Die Becher sind in verschiedenen Größen erhältlich und werden für einen Euro als Pfand an die Kundschaft ausgegeben. Partner sind u.a. Cafés, Bäckereien und Gastronomen. In allen am System teilnehmenden Betrieben wird das Pfandgeld gegen den benutzten Becher wieder zurückerstattet.

Der Gemeinderat hatte für dieses Projekt im Rahmen der Kampagne „Sauberes Stuttgart“ Mittel bewilligt. Bei einem europaweiten wettbewerblichen Auswahlverfahren setzte sich die Firma reCup aus München mit ihrem System durch. Die reCup-Becher werden in Deutschland gefertigt und von einem Unternehmen im Allgäu produziert.

 
 

Das Konzept „Sauberes Stuttgart“

Das Konzept „Sauberes Stuttgart“ besteht aus den vier Säulen „Prävention“, „verstärkte Reinigung“, „Kontrolle und Strafen“ sowie der „Öffentlichkeitsarbeit“. Für die Umsetzung dieses Maßnahmenpakets hat der Gemeinderat der Landeshauptstadt bis zum Jahr 2022 Haushaltsmittel in Höhe von 45,4 Millionen Euro beschlossen – unter anderem für mehr Personal, mehr Mülleimer, neue Fahrzeuge und mehr Kontrollen bei höheren Bußgeldern.

Die verstärkten Kontrollen zeigen bereits erste Wirkung: 2019 wurden bislang 136 Bußgeldverfahren wegen illegaler Müllentsorgung eingeleitet. Dies ist ein deutlicher Anstieg im Vergleich zum Vorjahr, wo insgesamt 155 Strafen verhängt wurden.

Weitere Informationen gibt es hier .