Koordinierungs- und Beratungsstelle gegen Menschenhandel

Die Koordinierungs- und Beratungsstelle gegen Menschenhandel (Kobra e.V.) ist in Niedersachsen zuständig für Betroffene von Menschenhandel und Zwangsprostitution, zudem Ansprechpartnerin für Beratungsstellen, Polizei, Institutionen und Behörden, die mit dem Thema Menschenhandel befasst sind.
Menschenhandel stellt eine schwere Menschenrechtsverletzung dar.
Betroffene von Menschenhandel und Zwangsprostitution haben Rechte. Viele brauchen Schutz und Begleitung. Kobra bietet ihnen Informationen zum Strafverfahren und zu ihren Rechten, Schutzmöglichkeiten und Unterstützungseinrichtungen.

Wir arbeiten in einem interkulturellen Team und bieten muttersprachliche Beratung. Kobra ist ein unabhängiges Projekt. Klientinnen werden parteilich in ihren persönlichen Lebenssituationen mit allen Möglichkeiten, die sich uns bieten, unterstützt.

Unser Unterstützungsangebot ist freiwillig, vertraulich, kostenlos und unabhängig von der Kooperationsbereitschaft mit Strafverfolgungsbehörden.
Wir leisten Netzwerk- und Gremienarbeit sowie politische Lobbyarbeit sind fester Bestandteil unserer Tätigkeit.

Kobra wird unterstützt und anteilig gefördert durch das Niedersächsische Ministerium für Soziales, Gesundheit und Gleichstellung.
Ziel von Kobra ist es, die rechtliche und tatsächliche Situation der Betroffenen nachhaltig zu verbessern und politische sowie rechtliche Maßnahmen für die Opfer und gegen Menschenhandel auf Landes- und kommunaler Ebene zu verankern. Dieses Ziel verfolgt Kobra mit Koordinierungs- und Beratungstätigkeiten.

Haben Sie allgemeine Fragen zum Thema „Menschenhandel“und/oder ist Ihnen jemand bekannt, der von Menschenhandel betroffen ist, können Sie sich gerne unter Kontakt an uns wenden.

Ihre Anfragen und Hinweise werden wir vertraulich behandeln!

 

 

Auszug aus dem Beitrag der TAZ von Ann-Kathrin Liedtke

Den Frauen ihr Leben zurückgeben

Kobra e. V. nimmt sich von Menschenhandel und sexueller Ausbeutung betroffener Frauen an, damit aus Opfern selbstbestimmte Frauen werden.

„Ich will Automechanikerin werden.“ „Ich will Kosmetikerin werden.“ „Ich will Abitur machen.“ Dona*, Blessing* und Tina* sind Mitte zwanzig bis Mitte vierzig, aus der Ukraine, Nigeria und der Slowakei. Ihre Wünsche an die Zukunft sind so unterschiedlich wie ihre Biografien. Dennoch haben alle Frauen etwas gemeinsam: sie waren von Menschenhandel und Zwangsprostitution betroffen.

Dona, Blessing und Tina sind nur drei von sehr vielen Frauen, denen der gemeinnützige Verein Kobra e. V. aus Hannover bereits geholfen hat, eine neue Zukunft, ein neues Leben aufzubauen. Seit mehr als 20 Jahren bereits hilft das Team von rund sechs Mitarbeiterinnen Frauen, denen eines der schlimmsten Verbrechen unserer modernen Gesellschaft angetan wurde.

„Menschenhandel ist eine schwere Menschenrechtsverletzung“, sagt Özlem Dünder-Özdogan. Die Volljuristin ist Koordinatorin des Vereins. Zusammen mit dem restlichen Team von Kobra will sie nicht nur eine wichtige Beratungsstelle für Betroffene sein, sondern Menschenhandel auf allen Ebenen bekämpfen und die Rechte der betroffenen Frauen stärken.

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